Kann sich Luftfracht rechnen?

Hartmut Kellner von Bergen hat als Senior Manager International Business bei HELUKABEL die globalen Aufträge im Blick.

Die Planung von Großprojekten ist ein komplexer Prozess; Zeitmanagement und Kostenreduzierung spielen dabei eine wichtige Rolle. Wenn aber eine Baustelle irgendwo auf der Welt stillsteht, weil etwas Essentielles fehlt, zählt nur noch Tempo. Dann werden auch Transportkosten zur Nebensache. Wir erleben immer wieder, dass scheinbar zeitlich perfekte Beschaffungsplanungen von der Realität eingeholt werden. Dann heißt es: spontan sein und schnell reagieren. Und das wird meist teuer. Solche Notfälle lassen sich häufig durch eine ganzheitliche Betrachtung der Transportwege schon in der Planungsphase vermeiden. Dazu gehört auch, die vermeintlich teure Luftfracht nicht von vorneherein als letzte Chance zu sehen, sondern als eine Möglichkeit der Risikominimierung.

Porträt Hartmut Kellner von Bergen
Hartmut Kellner von Bergen hat als Senior Manager International Business bei HELUKABEL die globalen Aufträge im Blick.(© Tobias Bugala)

Dafür spricht, dass Luftfracht lange nicht mehr so kostspielig ist wie noch vor einigen Jahren. Ein Vergleich der Luftfrachtraten für Transporte vom Logistikzentrum in Hemmingen zu 80 wichtigen Industriedestinationen weltweit hat einen Durchschnittspreis von 1,60 Euro/Kilogramm ergeben. Eine gängige Lieferung von fünf Tonnen kostet also rund 8.000 Euro. Häufig liegen Flughäfen auch näher am Projektstandort als Seefrachthäfen. Das verringert den Weg des Weitertransports der Ware – das sogenannte „on-carriage“. Damit sparen Kunden nicht nur Zeit. Sie können auch die Zusatzkosten für die Luftfracht zumindest relativieren. Wir von HELUKABEL halten in unserem Lager in Hemmingen – wie auch an den meisten unserer internationalen Standorte – eine große Vielfalt an Produkten bereit. Diese hohe Verfügbarkeit zahlt sich für den Kunden aber nur aus, wenn wir die benötigten Kabel und Leitungen auch schnell an jeden gewünschten Ort der Welt liefern können. Wir raten unseren Kunden deshalb, Luftfracht besser von Anfang an als schnelle Alternative in ihre Überlegungen mit einzubeziehen – eventuell auch nur für eine Teillieferung. Diese Investition spart unter Umständen ungeplante Kosten, minimiert das Risiko und schont die Nerven aller beteiligten Mitarbeiter auf Lieferanten- und Kundenseite.

Zurück